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Direkte und indirekte Hitze - die zwei Zonen

Der wichtigste Handgriff am Grill ist das Zwei-Zonen-Setup. So baust du es auf jedem Gerätetyp auf und weißt, wann du welche Zone nutzt.

4 Min LesezeitAktualisiert 12. Juli 2026

Wer nur eine Hitzestufe kennt, verbrennt außen und lässt innen roh. Der Trick guter Griller ist banal und mächtig zugleich: zwei Zonen auf einem Grill - eine heiße zum Anbraten, eine milde zum Durchziehen.

Direkte Hitze

Direkt heißt: Das Grillgut liegt unmittelbar über der Glut oder dem Brenner. Sehr heiß, ideal für Röstaromen, Steaks, Würste, Gemüse mit Biss. Alles, was schnell fertig ist und Kruste braucht, gehört hierher.

Indirekte Hitze

Indirekt heißt: Die Hitzequelle liegt neben dem Grillgut, der Deckel ist zu. Der Grill wird zum Ofen. Große Braten, Geflügel im Ganzen, alles mit Kern über 60 °C gart hier schonend durch, ohne außen zu verkohlen.

Zwei Zonen je nach Gerät

  • Gasgrill: eine Brennerreihe voll, die andere aus oder klein.
  • Kohle/Kugel: Kohle auf eine Seite häufen, die andere frei lassen.
  • Kamado: Deflektorstein einlegen, dann ist fast alles indirekt.
  • Pellet/Smoker: ohnehin auf indirekte, gleichmäßige Hitze ausgelegt.
  • Plancha/Elektro: Zonen über unterschiedliche Temperatureinstellungen.

Der klassische Ablauf

Erst scharf direkt angrillen, dann auf die indirekte Seite ziehen und mit geschlossenem Deckel auf Kerntemperatur bringen. So bekommst du Kruste und einen gleichmäßig garen Kern - genau die Kombination, für die Glutkern pro Gerätetyp die passenden Zonen-Hinweise mitliefert.